Solist

Das Haupttätigkeitsfeld des Solo Projekts sind Geburtstage, Hochzeiten, Ausstellungen, Vernissagen. Neben reinem Saxophon Klang werden hochwertige zum Teil selbst eingespielte Audio Aufnahmen verwendet. Gönnen Sie Ihren Gästen ein Musik-Häppchen zum Sekt. Eine Auswahl aus modernen fetzigen Radio Hits, romantischen Balladen und bekannten Jazz Klassiker bringt Ihre Gäste in eine entspannte oder auch ausgelassenere Stimmung. Gerne stellt Eduard nach Ihren Wünschen sein Repertoire für Ihren Anlass zusammen. 

Mein Weg zur Musik

Die ersten musikalischen Eindrücke bekam Eduard Prost im Kindesalter, als er mit seinem Hund vor dem offenen Fenster des Elternhauses am Schwarzen Meer saß und zuhörte, wie die Schüler seiner Mutter am Klavier klassische Musik vorspielten. Von dem schönen Harmoniewechsel, der sich in der Melodie von J.S. Bach verbirgt, hatte er natürlich noch keine Ahnung. Auch der Vierbeiner hörte die wunderschöne Musik mit und jaulte. Die Aufgabe von Eduard bestand darin, die eigenwillige musikalische Interpretation des Hundes zu unterbinden. 

Ein paar Jahre später interessierte ihn mit seinem ersten Instrument einer Klarinette mehr, wie der Sechzehntellauf der „Polonaise“ von Michal Oginski funktioniert, als mit anderen Kindern draußen zu spielen. Leider verließ sein Musiklehrer nach zwei Jahren das Dorf wegen eines besseren Jobs.

Der neue Lehrer in der nächstgelegenen Stadt Anapa schlug vor, zum Saxophon zu wechseln, was der junge Künstler gerne tat. Das erste Saxophon des deutschen Herstellers „Weltklang“ wurde vom Opa spendiert. Der Patenonkel schickte aus Deutschland einen Walkman und der Nachbar schenkte ihm eine Kassette mit Aufnahmen von Charlie Parker und dem Album „The Avant-Garde“ von John Coltrane.

Zwei Jahre später, mit fünfzehn Jahren, flog Eduard Prost in die Hauptstadt nach Moskau und bestand mit seinem „Weltklang“ die Aufnahmeprüfung am „Gnesin“ Konservatorium, der besten Schule Russlands für Populäre Musik. Zum Kulturangebot der Metropole zählten auch Konzerte solcher Jazz Legenden wie Dizzy Gillespie und Ray Braun. Amerikanische College Big Bands besuchten als Austauschprojekte die Schule. In den Gemeinschaftsräumen des Wohnheims übten Studenten aus aller Welt begeistert Jazz aber auch klassische Musik. Jazz-Sessions wurden in den Zimmern bis spät in die Nacht gemacht und es gab keine Ruhezeiten. Als Eduard zum ersten Mal eingeteilt wurde in einer Big Band zu spielen, stimmte der Dirigent die Band etwa eine Stunde lang an. Danach teilte er die Noten von Count Basie aus und zählte ein. Mit dem ersten Ton dieser gigantischen Big Band, die Eduard noch nie zuvor live gehört hatte, überlief ihn ein Schauer von Kopf bis Fuß.

Nach zwei Jahren des Moskauer Studiums kam die Auswanderung nach Deutschland. Eigentlich wollte Eduard lieber nach New York fliegen und dort ein berühmter Jazz Musiker werden, so sehr hatte es ihm die Jazz Musik in Moskau angetan. Aber seine deutschstämmigen Eltern hatten schon immer von Deutschland geträumt und freuten sich darauf es mit eigenen Augen anzuschauen. Um sich schnell integrieren zu können besuchte Eduard zwei Intensivsprachkurse und übte fleißig das Stück „Lily Was Here“ von Candy Dulfer, das zu der Zeit immer im Radio lief. So erfreuten sich die anderen Sprachkursteilnehmer an schöner musikalischer Umrahmung und eine Reporterin schrieb über ihn den ersten Artikel. Da Eduard sich in einem neuen Land befand, befolgte er für seine berufliche Laufbahn den Rat von Verwandten, die schon lange in Deutschland lebten. Weil Musiker in Deutschland finanziell nicht so gut dastünden, sollte er keinen musikalischen Weg einschlagen. Ihm fehlten auch Kontakte zu anderen Musikern. Nach den Sprachkursen begann er deshalb eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann in einem Musikgeschäft. Dort musste er wie alle Neulinge erst die unangenehme Arbeit verrichten: Alt Papier Kartons zusammen legen, Keyboards und Akkordeons abstauben, massenhaft Noten auszeichnen. Das machte wenig Spaß und er flüchtete so oft es ging in die Gitarrenabteilung. Dort trieben sich immer die coolen Musiker rum. Sie kamen mit verschlafenen Gesichtern am Nachmittag und spielten ihren Blues auf der Gitarre. Um 13 Uhr ging der Gitarrenverkäufer in die Mittagspause. Eduard musste ihn ablösen und auf die Gitarren aufpassen. So kamen erste Kontakte mit anderen Musiker zustande. Sie luden ihn zu einer Session ein und es ging wieder los mit dem Musizieren. Später wurde er eingeladen bei einer Soul und Funk Band in der Brass Sektion mit zu spielen. Die Musikpause war damit nach drei Jahren beendet.

Das Verlangen nach Improvisation führte ihn zum Entschluss Musik zu studieren. Sein Vorspiel bestand aus zwei Jazz Standards: „Autumn Leaves“ und „All The Things You Are“. Der Professor beugte seinen Kopf nach unten und hielt sich mit beiden Händen die Ohren zu. Eduard, der dies bemerkte, nahm sein Horn aus dem Mund und fragte, ob das gut sei, was er zum Besten brachte. Der Professor empfahl ihm nur weiter zu üben und es im nächsten Jahr noch einmal zu versuchen. Auf dem Weg nach Hause ging Eduard an der offenen Tür des Konzertsaals vorbei, in dem die Big Band der Hochschule probte. Er setzte sich in die letzten Reihe und hörte zu. Das musikalische Niveau war so hoch, die Studenten waren so gut. Da verstand er, was der Professor meinte. So gut werde ich nie, dachte er. Doch sein Ehrgeiz war geweckt und ab diesem Zeitpunkt übte er in seinem Proberaum 10 bis 12 Stunden am Tag. Im folgenden Jahr bestand er die Aufnahmeprüfung an der Hochschule für Musik in Würzburg. Im Jahr 2007 beendete er die Musikhochschule mit den Abschlüssen Diplom Musiklehrer, Diplom Musiker und dem Diplom „Konzert Examen“. 

In den folgenden Jahren war Eduard Prost auf vielen musikalischen Wegen unterwegs. Er erweiterte sein musikalisches Repertoire von Jazz zu Folk, Klezmer, Elektro, Rock’n‘Roll und populäre Musik. Verschiedene Bands engagierten Eduard Prost auf Touren weltweit.